Schillinger

Gesund, lehrreich, unterhaltsam und gesellig

Unter dem Motto „Gesund, lehrreich, unterhaltsam und gesellig“ trotzten die Mittwochswanderer des Schwarzwaldvereins Oberwolfach dem unerquicklichen Wetter. Allerdings wurde die Rundwanderung von Alois Schoch in die Talsohle verlegt, um nicht durch den Schnee marschieren zu müssen. Als Ehrengast konnte man den Bezirksvorsitzenden, Herbert Klingmann aus Hausach, begrüßen. Auf der alten Straße ging es zunächst nach Wolfach und oberhalb von Kurgarten und Krankenhauses über die Weihermatte wieder zurück. Bei Fensterbau Schillinger wurde man bereits zur Betriebführung erwartet. Auch gesellten sich hier einige hinzu, denen das Gehen zu beschwerlich geworden ist. Bei der Einführung im Verwaltungstrakt erfuhren die Besucher, dass gegenwärtig 80% der Aufträge von Staat, Land und Kommunen eingehen. Meistens handelt es um die Sanierung der Fenster von Schulen und Verwaltungsgebäuden, lediglich Pflegeheime werden neu gebaut. Schwerpunktmäßig kommen die Aufträge aus der Umgebung mit den groben Außengrenzen Stuttgart, München und Lörrach. Edith Chrobok von der Geschäftsführung und Werner Haas aus dem Fachbereich Konstruktion  begleiteten die Senioren beim Rundgang. Dabei zeigten einige alte „Holzwürmer“ natürlich besonders fachkundiges Interesse. Schon beim Holzlager wurde deutlich, dass man heutzutage Platz für die Produktionshallen gewinnt, indem man das Lager einschränkt und sich bei Bedarf auf schnelle Anlieferung verlässt. Zunehmend findet man wieder den Weg zurück zum einheimischen Tannenholz. Aber auch hier entscheidet letztendlich der Kunde!

Staunen erweckte der Bereich der „Fensterstraße“, mit der voll automatisierten Herstellung der Fensterrahmen. Wieder leiser ging es in den Fachbereichen Verleimen, Verglasen und Lackieren zu. Hier konnte man selbst erkunden, dass Glas eigentlich so schwer wie Beton ist. Es wurde deutlich, dass im Hinblick auf weiteres Energiesparen in so genannten „Null-Energie-Häusern“ die Tendenz in Richtung dreifache Verglasung geht.

Staunen über den ständigen Fortschritt im Arbeitsablauf ebenso wie in der Technik auch bei der Produktion der Holz-Alu-Fenster mit der Anlieferung von Vorprodukten zum Teil aus Italien. Da ist der Metall - Facharbeiter teilweise mehr gefragt als der gelernte Schreiner. In der Diskussionsrunde wurde deutlich, wie sehr man sich um Azubis bemüht. Zum Abschied bekam jeder Teilnehmer eine „Windows&more-Kapp verpasst“. Gemütliche Schlußeinkehr war im „Posthörnle“, wo sich nochmals die Gelegenheit ergab, sich bei der Geschäftsführerin Edith Chrobok, für die informative Betriebsführung zu bedanken, genauso allerdings auch bei Alois Schoch, der nach dem Besuch bei der Firma Kleinbub nun ein zweites Mal verdeutlichen konnte, welch hoch interessante Produkte mit neuestem technischen Know-how hier im Ort produziert werden. Daraus resultiert dann auch das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen auf dem industriell-handwerklichen  Sektor, neben dem Fremdenverkehr und der Landwirtschaft hoffentlich ein dauerhaft wichtiges Standbein für den Erhalt einer gesunden Infrastruktur im ländlichen Raum.

Foto: Die Wanderfreunde bei der Betriebsbesichtigung der Fensterbau-Firma Schillinger in Oberwolfach mit Edith Chrobok, geb. Schillinger, links und Werner Haas, rechts, die die interessierten Besucher durch den Betrieb geleitet haben.

 

2007_11_19_schillinger_fensterbau

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