Unsere vorletzte Tour am 28. April mit dem Jäger Martin Bonath – Bericht:

Mit dem Jäger unterwegs 28.4.19

24 an diesem Thema interessierte Wald- und Naturfreunde folgten trotz der unsicheren Wetterlage dem Jäger Martin Bonath auf seinem Reviergang und kamen dabei voll auf ihre Kosten.

Überraschenderweise begann Bonath seine Ausführungen mit dem geschichtlichen Umfeld des Mathematischen Institutes, dessen  Vorbesitzer und Bewohner der „Villa“ nicht unerheblich die Entwicklung der Jagd in Oberwolfach geprägt haben.

Während des steilen Anstieges Richtung Landeck waren die Auswirkungen  der Jagdmethoden auf den Wildverbiss und die Einstände des Rehwildes ein Thema.  An einer von den Jägern gepflegten Bergmatte redete man darüber, wie das Wild das unterschiedliche Verhalten der Menschen im Wald wahrnimmt und darauf reagiert.

Ein Wellnesscenter der Wildschweine leitete das Thema vom Rehwild zu den Sauen über, deren schwierige Bejagung offensichtlich ein Problem darstellt.

Auf der Landeck, dem höchsten Punkt der Tour angekommen, überraschte der Wanderführer mit einem kleinen Pfeifkonzert.  Mit seinem  “ Rehblatter“ ahmte er die Rufe von Geißen nach, die in der Brunftzeit dem Bock ihre Hochzeitsbereitschaft signalisieren, oder das Klagen der Kitze, wenn sie nach  der Mutter fiepen. Auch andere Lautäußerungen wie das „Schrecken“ und ähnliches wurden erklärt.

Die etwas wackligen Knie konnten die Wanderer nach einem Steilabstieg, während der Erklärung über die Entwicklung des Wildbestandes im Zusammenhang mit dem Jagdrecht, entlasten.

Nachdem man den Platz, an dem der letzte Hirsch in den Oberwolfacher Revieren geschossen wurde, passiert und etwas über das Rotwildmanagement in Baden Württemberg erfahren hatte waren noch Reinecke Fuchs und Meister Grimmbart ein Thema. Man kam nämlich noch an einem Dachsbau vorbei, dessen Inhaber augenscheinlich noch an eine Fuchsfamilie untervermietet hat.

Bei nun stahlendem Sonnenschein  bedankte sich die Gruppe begeistert über den lebendigen Vortrag bei „Jägermeister“ Martin Bonath.

Auf den letzten Metern machte man noch einen kurzen Abstecher zur Ruine Walkenstein, die in den letzten Monaten unter der Regie des Schwarzwaldvereines wieder freigestellt worden war.

Nach einer kurzen Ausführung zu den erfolgten Renovierungen und Geschichten im Umfeld des „Walkensteines“ durch einen sachkundigen Mitwanderer beschloss man die Exkursion im gleichnamigen Gasthaus.

Text und Bild : A. Schrempp