Nachbericht – Über das Kuhhorn
Bericht von Albert Schrempp
Ungeachtet des Trubels um die Oberharmersbacher Kilwe, startete ein kleine Gruppe zu einer von bestem Wanderwetter begünstigte Tour vom Ortsteil Hagenbach aus auf dem Reichstalpfad in Richtung „Hambe“. Bald machten die Sturmschäden der letzten Wochen im dortigen Wald den Pfad etwas holperig, dafür entschädigte aber der schöne Ausblick auf die gegenüberliegenden Talhänge. Infotafeln zur Galgenmatte, der Michaelskapelle mit ihrer uralten Linde und einem ehemaligen Burgstall gaben Anlass zu Gesprächen. Am „Schwarzen Adler“ führten die Wanderführer dann die Gruppe hinauf zum Eckwaldblick mit Pavillon und einer mächtigen Eiche. Auf dem wundervollen Waldpfad „Eisenwandweg“ erreichte man am Fuße des Kuhhornes das gleichnamige Bergwerksrevier mit verfallenen Stollenmundlöchern und der außergewöhnlichen Pinge, die Namensgeber war. Von der Erdoberfläche aus war man einem Erzgang gefolgt und hat dabei einen kaum meterbreiten, aber recht tiefen Graben in den Fels abgetäuft. Der folgende schweißtreibende Anstieg auf den Kuhhornkopf wurde mit kühlen Getränken und anregenden Gesprächen mit der Wirtin der gepflegten Hütte belohnt, ehe es dann vom Heugrabeneck hinab in´s Schottehöfer Tal ging.
Schweißtreibend war dann auch noch der Aufstieg zur Sodlach, von wo aus das nächste Ziel, das Heugrabeneck mit seiner schöner Aussicht erreicht wurde. Die Strauße „Erbsengrund“ war wahrscheinlich wegen der Kilwe geschlossen, so dass der Abstieg zum Ausgangspunkt der Tour recht zügig erfolgte.
Um besser „über den Berg zu kommen“ wurde die Tour mit einer Einkehr auf der Kreuzsattelhütte abgeschlossen. Dank an die beiden Wanderführer Sepp und Gisela Herrmann, wobei letztere auch noch im hintersten Zinken, etwas über Hof und Leute zu erzählen hatte.