Rückblick: “Pirsch” mit dem Jäger unter dem Motto “Hirsche und Hähne” mit Martin Bonath

Wenn auch keine liebestollen Auerhähne und keine röhrenden Zwölfender  den Weg kreuzten, hat sich der Verzicht auf das sonntägliche Ausschlafen für die Teilnehmer an der Führung von Jäger Martin Bonath gelohnt.

Auf der Strecke nordöstlich des Gütschkopfes und hinterher auf dem Weg zur Mooshütte erzählte Martin Bonath einiges über Populationsentwicklung, Lebensweise und das Bemühen, die Bedürfnisse der scheuen Waldbewohner mit den berechtigten Interessen einer profitorientierten Waldwirtschaft in Einklang zu bringen. Auf dem Querweg Gengenbach-Alpirsbach  wanderte man zunächst bis zur Littweger Höhe. Anschließend stieg die Gruppe auf schmalem Pfad hinab auf den Grenzweg, dem man dann bis zum Einmünden auf den Querweg folgte. Unterwegs wurden die Ausgleichsmaßnahmen für den Flächenverbrauch am Windpark Hohenlochen begutachtet. Dabei wurden von den Teilnehmern kritische Fragen bezüglich der öffentlichen Kontrolle und weiteren Pflege der  neu angelegten Auflichtungen gestellt. Bis zum Endziel, dem Schwarzenbruch, erzählte Martin Bonath aus der Historie der Jagd in Oberwolfach und von turbulenten Versteigerungen der Jagdlose. Er gab so manches Unterhaltsames, das er als „Wirtschaftskind“ in jungen Jahren von den Stammtischlern in seinem Elternhaus aufgeschnappt hat, mit Schmunzeln zum Besten.

Beim geselligen Abschluss im „Schmalzerhisli“ dankte der mitwandernde zweite Vorsitzende, Anton Talmon L’Armée, nicht nur dem Wettergott, der sich mit dem angesagten Starkregen zurückgehalten hatte, sondern ganz besonders dem Wanderführer für die informative und höchst unterhaltsame Vormittagstour durch heimische Gefilde.

Bericht und Foto von Albert Schrempp: Jäger Martin Bonath (rechts) wusste viel Interessantes zur Jagd und zur heimischen Tierwelt zu erzählen.